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| LESERBRIEFE |
Beitrag zu einer Diskussion, die auf Tatsachen aufbaut
Zum Leserbrief "Bachemer haben die Taktik durchschaut" vom 6. Februar:
Wir Grüne in Friedberg haben eine Busfahrt zu zwei Windkraftstandorten organisiert und finanziert, um Information aus erster Hand bieten. Wir haben vergleichbare Windkraftwerke gewählt, die in ähnlicher Entfernung zur Bebauung stehen, wie die in Bachern geplanten. Eingeladen hatten wir einen Vertreter der Firma Uhl für technische Fragen und einen privaten Betreiber, der selbst in einem Dorf in unmittelbarer Nähe seiner Anlage wohnt. Heide haben alle Fragen der Teilnehmer/innen bereitwillig und offen beantwortet. Gerne sind wir an alle geWÜnschten Umge" bungspunkte gefahren, soweit es fahrtechnisch möglich war. Es stimmt; wir haben eine "Taktik" verfolgt und zwar diejenige, möglichst viele praktische Informationen vor Ort von Fachleuten zu geben. Windriider anschauen und anhören zu lassen, sich ein Bild von Windkraftanlagen zu machen. Wir halten dies nicht für verwerflich, sondern für einen Beitrag zu einer Diskussion, die auf Tatsachen und nicht auf Ängsten aufbaut. Aber gegen vorgefertigte Meinungen ist jede Realität machtlos, denn man sieht und hört dann nur . das Erwartete oder spricht von trickreichen Täuschungen. (Wie geht das bei Windrädern überhaupt?) Wir würden uns wünschen, dass mehr Bacherner sich Windräder ansehen undanhören, sich selbst ein Bild machen Und sich nicht durch Horrorszenarien und Verleumdungen in eine Dorfsolidarität drängen lassen, die letztendlich nur einigen wenigen dient.
Ann-Ruth Kolbe, Friedberger
Ortssprecherin Bündnis 90/Die Grünen
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Welche mächtige Lobby steht im Hintergrund?
Zu den Berichten ,,Anwalt sieht gute Chancen gegen den Windpark" vom 30. Januar und »Gegen den Bürgerwillen kein Windrad im Staatsforst" vom 2. Februar:
Woher weht denn da der Wind? Das habe ich mich gefragt, als ich den raffiniert gestalteten Flyer der BI gegen den Windpark erhielt. Also habe ich mich im Internet über die Referenten informiert. Und siehe da, Dipl.-Ing. Johann Waldmann entpuppt sich als engagierter Fürsprecher der Kernenergie und ist wie RA Armin Brauns sinnigerweise bei unzähligen Bürgerinitiativen gegen Windkraft als Fachmann zugegen. Da drängen sich mir einige Fragen auf: Wer steht da wohl als mächtige Lobby im Hintergrund, wenn das Unternehmen Bayerische Staatsforsten und damit die Bayerische Staatsregierung sofort zurückrudern? Wie wird die Bürgermeinung beeinflusst? Vor welchen Karren lässt sich wieder einmal eine BI gegen Windkraft spannen? Welche Intention haben solche Referenten? Wer naiv glaubt, diese würden tatsächlich Bürger- und Naturschutzinteressen vertreten, der wird wirklich zum Deppen gemacht.
Anne Glas, Dasing
Kreisrätin der Unabhängigen
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Windkraftanlagen lohnen sich nur am Meer
Zur Diskussion um den Windpark im Erlauholz:
Was soll dieses ganze Gezeter? Windkraft lohnt sich nur am Meer, weil es dort ständig Wind gibt. Investitionen müssen sich auch rechnen. Damit ist dieses Thema eigentlich schon beendet.
Josef Fehle, Dasing ...nach oben |
Energiesteinzeit in Friedberg Zum Bericht
"Anwalt sieht gute Chancen gegen Windpark" vom 30. Januar:
Albert Kling als christlich sozialer Politiker sollte das Wort "Depp" bei Energiefragen wirklich nicht in den Mund nehmen, da gerade er in Energiefragen in Friedberg viele falsche Entscheidungen getroffen hat. Gegen die Vorschläge des früheren Arbeitskreises Energie der Agenda 21 hat er das zukunftsweisende Hackschnitzelheizwerk in Friedberg verhindert, das jährlich über 10000 Tonnen CO2 eingespart hätte. Bei heutigen Energiepreisen hätten die Stadtwerke" mehrere 100000 Euro verdient, mit denen man die bei ihr geparkten Schulden von Klings Tiefgarage hätte bezahlen können. Die Bürger von Bachern sollten nicht auf Herrn Kling hereinfallen, der in der Vergangenheit viele Entscheidungen zugunsten der Lechwerke (einer 100-prozentigen RWE-Tochter) getroffen hat. Die RWE investiert in den nächsten Jahren über zehn Milliarden Euro in regenerative Energien, vor allem in Windtechnologie, sichert sich überall in Deutschland Windstandorte, weil Windkraft nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich ist. Vielleicht will Herr Kling nur den Mittelständler, die Fa. UW, aus dem Markt drängen, um die Standorte für RWE freizuhalten, um ihr Monopol zu sichern, damit Strompreis und Gewinne hoch bleiben. Friedberg muss endlich.die Zeichen der Zeit erkennen und aus dem energiepolitischen Steinzeitalter heraustreten.
Josef Metzger Unabhängige Friedberg ...nach oben
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Bacherner haben die Taktik durchschaut
Zum Leserbrief "Über solche Experten kann man nur lachen" von Claudia Eser-Schuberth und Marion Brülls vom 3. Februar:
Obwohl Sie zum verbalen Rundumschlag angesetzt haben, kann ich diesem Leserbrief kein einziges stichhaltiges Argument entnehmen. Mir kommt es eher als Revanche vor, nachdem Sie ein Teilnehmer der Aktionsfahrt zu den Windkraftanlagen auf der Info-Veranstaltung vor versammeltem Publikum bloßgestellt hat. Die Bacherner hatten nämlich die Taktik mit den zu kurzen Entfernungen bzw. Nebengeräuschen durchschaut. Herr Waldmann hat die aktuellen Statistiken der namhaftesten deutschen Professoren bzw. Universitäten zitiert. Ob die Statistiken der Hersteller von Windkraftanlagen wohl wahrheitsgemäßer sind? Im Gegensatz zu einem Schweinestall in Friedberg ist es bei einer Windkraftanlage in Bachern sozial verwerflich, mit dem Wertverlust der Immobilien zu argumentieren. Wieso kommt der Wertverlust überhaupt zustande? Vielleicht weil die Bevölkerung Angst um ihre Gesundheit hat. Die Infraschallemission liegt in einem Frequenzbereich, den viele Ärzte als äußerst bedenklich einschätzen. Ganz abgesehen davon würde der "Trirnmdich-Pfad", der von sehr vielen Familien und Sportlern als Naherholungs- bzw. Trainingsgebiet genutzt wird, massiv an Attraktivität verlieren oder gar unbrauchbar. Jeder, der versucht, sich eine objektive Meinung zu bilden, kommt zu dem Entschluss, dass dieses Projekt an diesem Platz eindeutig überdimensioniert ist. Dass die Zukunft nicht bei KoWe- und Atomkraft liegen kann, ist auch klar, aber anstatt sich in Ideologien zu verkopfen, sollte lieber die sinnvolle Nutzung der regenerativen Energien vorangetrieben bzw. Energie. eingespart werden.
Christoph Steinhart, Friedberg ...nach oben
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Franz Alt hat die Zuhörer begeistert
Zum Bericht "Anwalt sieht gute Chancen gegen Windpark" vom 30. Januar:
"Ich bin sicher: Die Zahl der Menschen, die sich künftig an Anlagen erneuerbarer und umweltfreundlicher Windenergie erfreuen und daraus Zukunftshoffnung gewinnen, ist weitaus größer als die Zahl derer, die mit sehr windigen Argumenten viel Wind gegen Windkraft erzeugen - seien es ,Naturschützer' oder Energiemonopolisten und von ihnen abhängige Politiker. Ohne Zehntausende zusätzlicher Windenergieanlagen wird es kein Entrinnen aus der Klimakatastrophe geben. Strom aus Wind ist ein unverzichtbarer Beitrag zur ökologischen natürlichen Energieproduktion. Der Einwand, Windräder verschandelten die Landschaft, ist besonders peinlich. Keine Form der Energiegewinnung braucht so wenig Platz wie die Windenergie. Zudem finde ich Windräder schöner als Atomkraftwerke oder Braunkohle-Landschaften." Diese Worte sind von Dr. Franz Alt, Journalist und ein auf der ganzen Welt gefragter Referent zum Thema "alternative Energien". Er hat vor Kurzem in Kissing zu diesem Thema einen sehr eindringlichen und zukunftweisenden Vortrag gehalten, der nicht nur mich, sondern die voll besetzte Paartalhalle begeisterte.
Anita Menge, Merching ...nach oben
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Über solche Experten kann man nur lachen
Zum Bericht zu "Anwalt sieht gute Chancen gegen den Windpark" vom 30. Januar:
Eigentlich konnte man nur lachen über den "neutralen Experten", den die BI da eingeladen hatte. Experte? In was? In Volksverdummung? Mit einer Unmenge Folien und Daten, häufig von Energiemonopolisten, aufgepeppt mit Allerweltssprüchen, zog er gegen die regenerativen Energien aus Windkraft vom Leder. Wie viel Wahrheitsgehalt sein Vortrag hatte, interessierte auch gar nicht, er traf die Stimmung.und bestätigte die vorherrschende Meinung - alles Teufelszeug! Hellseherisch wusste er auch, dass am geplanten Standort der Wind nicht ausreicht - also wozu Windgutachten, lassen wir doch lieber Herrn Waldmann in die Glaskugel blicken. Für einen Ingenieur zwar ein merkwürdiges Vorgehen, aber wenn es den Kraftwerksbetreibern dient, scheint Herrn Waldmann jedes Mittel recht. Entrüstet zeigte sich auch Altbürgermeister Kling, der schon zu Amtszeiten jeglichen Einsatz von regenerativen Energien verhinderte. Als Wirtschaftsfachmann (Sparkassenzusammenbruch) und Energiefachmann (jahrelang Mitglied im Kommunalbeirat des Energiemonopolisten LEW) ist er für eine fundierte und differenzierte Aussage sicherlich der Richtige. Die Bacherner verteidigen ihr Monopol auf "Unversehrtheit" ihrer Grund- . stückspreise, denn darum geht es doch letztendlich. Menschlich verständlich, aber sozial verwerflich, denn wir leben in einem Gemeinwesen, für das jedejr Verantwortung trägt.
Claudia Eser-Schuberth, Marion Brülls,
Bündnis 90/Die Grünen, Friedberg ...nach oben
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Die Zuhörer für dumm verkauft
Zum Bericht "Anwalt sieht gute Chancen gegen Windpark" vom 30. Januar:
Gerade große Windkraftwerke verändern das Landschaftsbild. Damit muss man sich auseinandersetzen. Schändlich ist es aber, wenn ein als Experte angekündigter Referent die Zuhörer für dumm verkaufen will. Wer etwas vom Betrieb unser Kraftwerke und von der Regelung unseres Stromnetzes versteht, weiß, dass Strom produzierende Windkraftanlagen es ermöglichen, dass gerade Kohlekraftwerke gedrosselt werden und somit weniger CO2 produzieren. Das kann man sogar "live" im Internet verfolgen. Die Firma Siemens hat übrigens bis heute weltweit rund 6600 Windkraftwerke produziert und ßietet in diesem Unternehmensbereich 5000 Menschen Arbeit. Auch insofern kann ich nicht glauben, dass Herr Waldmann mal Hauptabteilungsleiter für neue Kraftwerkskonzepte bei Siemens war.
Raimund Kamm, Augsburg ...nach oben |
Altbürgermeister Kling sagt, was viele denken
Zum Bericht ,,Anwalt sieht gute Chancen gegen Windpark" vom 30. Januar:
Endlich einer, der sagt, was viele. denken. Herr Kling, ich danke für Ihre Zivilcourage. Sie sprechen mir aus der Seele.
Gerhard Beichl, Friedberg ...nach oben
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AUFGEFALLEN
vom Thomas Gossner
zum Windpark im Erlauholz
Friedberger Allgemeine - 02.02.09
Bürgermeinung respektieren
Diese Aussage des bayerischen Landwirtschaftsministers dürfte manchen in Friedbergs südlichen Stadtteilen wieder ruhiger schlafen lassen: Die Staatsregierung verspricht, die Sorgen der Bevölkerung in Zusammenhang mit Windkraftwerken ernst zu nehmen. Voraussetzung für den Bau der Anlagen im Staatsforst sei eine hohe Akzeptanz bei den Bürgern. Das bedeutet im Umkehrschluss nichts anderes, als dass die Staatsflächen im Erlauholz für das Projekt der Firma UW kaum zur Verfügung stehen dürften, wenn sowohl die Stadt Friedberg wie auch die betroffenen Bürger bei ihrem klaren Nein bleiben; Bürgermeister Bergmair hat diese Haltung bei der Infoveranstaltung der Bürgerinitiative bereits bekräftigt, und auch der Andrang im Bacherner Sportheim zeigt klar die Meinung. In vergleichbar schwierigen Fällen hat die Firma Uhl im Übrigen bereits Rückzieher gemacht und ihre Planungen aufgegeben - vielleicht respektiert sie ja auch den Bürgerwillen in Friedberg.
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